1.000,-
€ für den Kinderschutzbund Grafschaft Bentheim e.V.
Der
Grafschafter Kinderschutzbund freut sich über eine Spende in Höhe von 1.000,- €
von MENKEN&BÜTER STEUERBERATER aus Nordhorn. Die diesjährige
Weihnachtsspende soll den Grafschafter Kindern zu Gute kommen, entschieden die
Steuerberater Carmen Menken und Jochen Büter. Ein Teil der Spende fließt in die
Ausbildung neuer ehrenamtlicher BeraterInnen. die sich ab März 2012 für die
Sorgentelefone Kinder- und Jugendtelefon und Elterntelefon ausbilden lassen.
Hier können sich Anrufer kostenlos Rat holen und erhalten Hilfe zur
Selbsthilfe. Ein erfolgreiches Projekt mit fast 7.000 Anrufen im Jahr 2010. Der
örtliche Kinderschutzbund finanziert dieses Projekt ohne jegliche Unterstützung
der Kommunen. Ohne Spenden wie diese wäre dieses Angebot in der Grafschaft
Bentheim daher nicht durchführbar.
Vorstandsmitglied Kathrin Sundermann (rechts)
bedankt sich bei Carmen Menken und Jochen Büter für die Weihnachtsspende.
Anlässlich der Sinfonic Rock Night in der Alten Weberei am 25./26.11.11 bekamen wir die Möglichkeit, uns mit einem Infostand zu präsentieren. Beim Brezelverkauf konnten zu Gunsten der Grafschafter Kinder über 500,- € eingenommen werden.
Wir danken der Bäckerei Sundag für die zur Verfügung gestellte Brezelbackmaschine.
Die Reportage über das Grafschafter Projekt "Junge-Mütter" wurde am Dienstag 22.11.11 um 21.15 Uhr in der Sendung "Menschen & Schlagzeilen" auf NDR ausgestrahlt.
Den Hörfunkbeitrag über das Projekt "Kochen mit wenig Geld" kann man zu verschiedenen Tageszeiten auf den NDR-Frequenzen hören.
Presseerklärung Große Spendeninitiative von NDR und Kinderschutzbund
Niedersachsen
Hand
in Hand für Norddeutschland!
Am 14. November
fällt der Startschuss für eine einmalige Spendenaktion des Norddeutschen
Rundfunks (NDR) zugunsten der vier norddeutschen Landesverbände des Deutschen
Kinderschutzbundes.
Drei Wochen lang wird der NDR mit allen Fernseh- und Rundfunkprogrammen
die Arbeit der Landesverbände Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und
Mecklenburg-Vorpommern in ihrer Vielfalt vorstellen. Exemplarisch werden
regionale Projekte der Orts- und Kreisverbände gezeigt, die vom Babytreff bis
zum Hilfsangebot für Kinder psychisch kranker Eltern reichen.
Johannes Schmidt, Vorsitzender des niedersächsischen Kinderschutzbundes, lobt die
Initiative des NDR als große Chance: „Konkrete Hilfe vor Ort für Kinder und
Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen ist unverzichtbarer Teil unserer
Arbeit. Kinderschutz heißt handeln – Spenden machen Handeln für Kinder erst
möglich. Deshalb freuen wir uns sehr über die Unterstützung des NDR!“
Schirmherr für die Spendeninitiative ist NDR-Intendant Lutz Marmor,
der mit Hilfe der Zuschauer und Zuschauerinnen, Hörerinnen und Hörer
benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Norddeutschland unkompliziert und
direkt helfen will.
Höhepunkt von „Hand in Hand für Norddeutschland“
wird der Spendentag am 30. November sein. Für die Spenden wurde ein Konto eingerichtet bei der Bank für
Sozialwirtschaft Köln (Konto-Nummer: 500 500, Bankleitzahl: 300 205 00). Gespendet
werden kann in allen Banken und Sparkassen sowie über die Internetseiten des
NDR. Die eingenommenen Spenden fließen zu hundert Prozent in die Projekte; die
Nordverbände des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. übernehmen die Verteilung
und Ausschüttung der Gelder.
Fotoaktion zum Stadtfest "Nordhorner Oktober" Das Fotostudio Foto Kult aus Nordhorn veranstaltete am Sonntag, den 02.10.11 in den Vechte-Arkaden ein Fotoshooting für Kinder. Die Erlöse gingen zu 100 % an den Grafschafter Kinderschutzbund. Vielen Dank Foto Kult!
Dieses Jahr beteiligten wir uns mit einem Infostand und unserem Spielmobil an dem großen Stadtkinderfest auf dem Marktplatz am Sonntag, den 18.09.11. Hier wurde zu den Themen Kinderarmut und Kinderrechte informiert, gemalt und diskutiert.
Leider ist die Saison schon fast wieder vorbei und das Spielmobil geht in die Winterpause. Am Freitag, den 14.10.11 wird der letzte Einsatz in der Wilhelm-Raabe-Str. sein. Von 14:30 - 16:30 Uhr haben die Kids die Möglichkeit, das kostenlose Angebot in Anspruch zu nehmen. Dieses Jahr hat das Spielmobil bereits 1400 Kinder erreicht.
Kommentar v. 23.08.11: Durch viele kleine und größere Spenden ist die Fortführung der Projekte für das laufende Jahr gesichert. Die inhaltliche Arbeit wurde und wird durch die finanzielle Situation nicht beeinträchtigt. Der Vorstand
Kinderschutz braucht Hilfe
Grafschafter Verein mit Haushaltsdefizit
Projekte gefährdet
Große
Sorgen macht sich der Kreisverband des Kinderschutzbundes um seine
Finanzen. Durch die Ausweitung von Projekten und die Entwicklung neuer
Angebote sind die Kosten des Vereins enorm angestiegen. Derzeit weist
der Haushaltsplan für 2011 noch ein Loch auf. Jetzt hofft der Vorstand
auf Unterstützung durch die örtlichen Kommunen und durch Spenden.
Besonders das seit 1993 bestehende Kinder- und
Jugendtelefon mit dem vor acht Jahren zusätzlich eingerichteten
Elterntelefon ist kostenintensiv und vom Kinderschutzbund alleine kaum
noch tragbar, berichtete der 1. Vorsitzende Klaus Crones kürzlich
während einer Mitgliederversammlung. Für diese Projekte gebe es keine
wiederkehrenden Förderungen, die die laufenden Kosten abdeckten. Nur mit
großem Engagement der 30 ehrenamtlichen Berater und Beraterinnen sei
das Angebot zurzeit noch aufrecht zu erhalten, eine Fortführung jedoch
nicht gesichert. Allein im vergangenen Jahr wurden 6880 Beratungs-Anrufe
verzeichnet.
Der Kinderschutzbund sei verpflichtet, eine
hochwertige Ausbildung, regelmäßigenSupervisionen und jährliche
Fortbildungen zu organisieren. Die Kostendeckung in Höhe von rund 11000
Euro€ wurde nach Angabe des Vorsitzen weitgehend aus Eigenmitteln des
Grafschafter Kinderschutzbundes getragen. Eine finanzielle
Herausforderung, die der ehrenamtliche Vorstand 2011 nicht alleine durch
Spenden und Jahresbeitragseinnahmen der 88 Mitglieder bewältigen könne.
Auch
die Erweiterungsgruppe des erfolgreichen Projekts „Junge Mütter“ musste
aus Eigenmitteln finanziert werden, so der Vorsitzende. Man habe keine
Mütter abweisen wollen, die in diesen Gruppen Rat, Tat und Unterstützung
suchen.
Die Koordination der vielen Projekte und die allgemeine
Tätigkeit der Geschäftsstelle habe es notwendig gemacht, eine
hauptamtliche Personalstelle zu schaffen. Diese konnte nach Angaben von
Crones 2010 durch Rücklagen finanziert werden. Dadurch sei es dem Verein
auch möglich gewesen, weitere Projekte zu starten. So wurden die Kinder
aus finanziell schlechter gestellten Familien durch kostenlose
Schwimmkurse gefördert.
Nach wie vor verstehe sich der
Kinderschutzbund als Lobbyist der Kinder, diese Arbeit sei auch in der
Grafschaft Bentheim notwendig. In diesem Zusamenhang erinnerte der
Vorsitzende an den Vortrag des Präsidenten des Deutschen
Kinderschutzbundes Heinz Hilgers in Nordhorn über den Umgang mit
Kinderarmut und die soziokulturellen Konsequenzen. Diese machten sich
schon jetzt in ganz Deutschland, auch in der Grafschaft bemerkbar. Die
Schwierigkeiten bei der Mittagsversorgung in Grafschafter Schulen,
besonders bei Kindern aus finanzschwachen Familien, sei nur der Anfang
der gesellschaftlichen Probleme der Zukunft.
Die Mitglieder
sprachen dem Vorstand ihr Verrauen aus. Dieser hat inzwischen
Verhandlungen mit den Dachverbänden, den örtlichen Kommunen, Vertretern
von Politik und dem Landrat aufgenommen, um die Liquidität zu sichern
und die Arbeit fortführen zu können. Auch hofft der Verein auf weitere
Spenden.
Mehr Informationen unter www.kinderschutzbund-grafschaft-bentheim.de
Ein Interview zum Thema Mittagsversorgung der Schüler
„Nicht auf dem Rücken der Schüler“Kinderschutz zum SchulessenIn
der Diskussion über Probleme beim Schulessen hat sich jetzt auch der
Grafschafter Kinderschutzbund zu Wort gemeldet und warnt: „Wenn etwas
nicht läuft, dürfen Kinder nicht die ersten sein, die darunter leiden.“
Wichtig sei, dass alle Kinder teilnehmen können. „Deswegen fordern wir
ein kostenloses Schulessen“, betonten Geschäftsführerin Anja Jankowsky
und Vorstandsmitglied Kathrin Sundermann.
mb Nordhorn. Schon lange
mache sich der Kinderschutzbund Gedanken um die gesunde Ernährung von
Kindern, vor allem der Kinder, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Das
sind in der Grafschaft nach Recherchen von Anja Jankowsky mehr als
2600. Auch das Thema Schulessen stehe in diesem Zusammenhang immer
wieder auf der Tagesordnung.
Anlass für die aktuelle Stellungnahme
des Kinderschutzbundes ist die Berichterstattung in den GN. Bekanntlich
hat es an einigen „Ganztagsschulen“ in Nordhorn die Regelung gegeben,
dass Kinder, die nicht von ihren Eltern zum Schulessen angemeldet sind
und stattdessen ein Butterbrot mit bringen, die Schule in der
Mittagspause vorübergehend verlassen müssen. Auch gibt es immer wieder
Kinder, die mittags ganz unversorgt sind. An einer Grundschule in
Nordhorn hilft deswegen sogar die Tafel mit Lebensmittelpakten aus. „Das
ist eigentlich ein Skandal“, meint Kathrin Sundermann. Dennoch sei dies
derzeit die einzige Lösung, räumen die Sprecherinnen des
Kinderschutzbundes ein. Den Kindern könne nicht vorgeworfen werden,
selbst die Schuld zu tragen, dass sie mit leerem Magen und Hunger
anderen beim Essen zugucken. „Die ganze Diskussion wird auf dem Rücken
der Kinder ausgetragen, das darf nicht sein“, kritisiert Anja Jankowsky.
Grundsätzlich
fordere der Kinderschutzbund ein kostenloses Schulessen für alle
Kinder. „Uns geht es dabei um mehr als die Aufbewahrung und Fütterung
von Kindern über die Mittagszeit. Es geht darum, Essen, Ernährung und
soziales Miteinander als gemeinsame Erfahrung erkennbar zu machen“,
betont Kathrin Sundermann. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die
guten Erfahrungen, die der Kinderschutzbund mit seinen Kochkursen an
Schulen macht. „Gesund essen für wenig Geld“ sind diese Kurse
überschrieben. Dies müsste auch das Motto für das Schulessen sein. „Und
kindgerecht“, fügt Anja Jankowsky hinzu.
Die Praxis der Schulen im
Umgang mit dem Schulessen sei sehr unterschiedlich. „Lehrer und
Mitarbeiter sind in der Regel hoch engagiert, doch sind sie überfordert
angesichts mangelnder finanzieller und räumlicher Ausstattung“, sagt
Kathrin Sundermann und fordert: „Wenn man Ganztagsschulen will, muss man
auch die Finanzen dafür bereit stellen.“
Nudelauflauf, eine Suppe aus Möhren und Kartoffelpüree, überbackenes Kasslerfleisch mit Paprika und Käse und ein leckeres Dessert aus Quark, Joghurt, Kirschen und Schokolade standen heute auf der Rezeptliste. Gemeinsam mit ihren Kindern kochen 4 Familien günstige und leckere Gerichte. Eine Intitiative vom Niko-Projekt und dem Kinderschutzbund!
"...Ein Zeichen gegen die Kinderarmut hatte bereits am Samstag die
Kreisgruppe des Kinderschutzbunds mit einer Aktion in der Nordhorner
Innenstadt gesetzt. Dort wurde deutlich gemacht: „In Deutschland leben
2,5 Millionen, in der Grafschaft Bentheim 2670 Kinder in Armut.“ Mit
ihrer Unterschrift auf Aktionskarten, die der Bundeskanzlerin geschickt
werden sollen, forderten die Unterstützer der Aktion von der Politik ein
umfangreiches Konzept zur Bekämpfung der Kinderarmut." (Quelle: GN 21.09.2010)
2670 Kinder leben in der Grafschaft Bentheim in Armut!
Unsere Unterstützer
Teilnehmer aus der "Jungen Mütter" Gruppe nahmen am Sternmarsch teil. 1200 Kinder und Erwachsene trafen sich am Montag, 20.09.10 auf dem Nordhorner Marktplatz und machten auf Kinderrechte und Kinderarmut aufmerksam.
GN, 06.09.10 sus nordhorn. Immer mehr Kinder in Deutschland sind von
Armut betroffen, mit steigender Tendenz. In seinem Vortrag „So früh wie möglich
– von der Verwaltung der Kinderarmut zur frühen umfassenden Hilfe“,
veranschaulichte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, wie
Kinderschutz funktionieren kann am Präventionsprogramm der Stadt Dormagen. Der
Arbeitskreis Armut Nordhorn hatte zu diesem gut besuchten Abend in die Räume
der VHS eingeladen.
Armut gefährdet die Gesundheit, erschwert den Zugang zu Bildung und grenzt aus,
sowohl sozial als auch kulturell. Sind in diesem Jahr bei 14 Millionen Kindern
in Deutschland 2,5 Millionen von Armut betroffen, wird es in 25 Jahren bei
weniger als zehn Millionen Kindern jedes vierte sein.
In Deutschland spricht man von relativer Armut, denn in der Regel können
Menschen noch ihre Grundbedürfnisse befriedigen. Da Kinder kein eigenes
Einkommen erwirtschaften, sind arme Kinder immer in einkommensschwachen
Haushalten zu finden.
Die Methoden der Armutsmessung werden vom Kinderschutzbund scharf kritisiert,
weil sie auf unterschiedlichen Datengrundlagen und Skalen der Gewichtung
basieren. „Die meisten Kinder werden in sozialen Brennpunkten geboren, daran
lässt sich nichts mehr ändern“, erklärte Hilgers, der als individuelle Folgen
von Kinderarmut schlechtere Bildungschancen und eine wachsende
Gewaltbereitschaft aufführte, auf die die Gesellschaft mit einer Verschärfung
der Gesetze und Intervention statt Prävention reagiere.
Allein von 2006 auf 2007 habe eine Steigerung der Fremdunterbringung um 19
Prozent den Kommunen Mehrausgaben in Milliardenhöhe beschert. „Späte Hilfe ist
immer teuer und bringt oft leider gar nichts“, so Hilgers.
Heinz Hilgers, Jahrgang 1948 und Vater von drei Söhnen, war Mitglied des
Landtages in Nordrhein-Westfalen und 15 Jahre lang Bürgermeister der Stadt
Dormagen. Hier wurde mit dem „Dormagener Modell“ ein Präventionsprogramm zur
„Frühen Förderung sowie Minderung und Vermeidung von Kinderarmut“ auf die Beine
gestellt. In seinem Vortrag unterstrich Hilgers mehrfach die Bedeutung von
Familienunterstützenden Maßnahmen und, dass diese unbedingt mit Wertschätzung
gekoppelt sein müssten.
Ein praktisches Beispiel zur Prävention aus dem „Netzwerk Frühe Förderung
(NeFF) – Netzwerk für Familien“ der Stadt Dormagen ist der Hausbesuch. Hier
erhalten Eltern nach der Geburt ihres Kindes unter anderem ein Begrüßungspaket
mit einem Elternbegleitbuch. Erstklässler werden von ihrem Lehrer oder ihrer
Lehrerin zu Hause (wertschätzend, nicht kontrollierend) besucht, was laut
Hilgers einen positiven Erstkontakt zu den Familien bedeute, der Hilfen von
Anfang ermögliche. Ein wesentlicher Bestandteil eines vollständigen
Präventionsprogramms sei die Zusammenarbeit von Gesundheitsamt, Schulen,
Kindergärten, Ärzten und Jugendhilfe, die den Aufbau einer Präventionskette zum
Kinderschutz gewährleiste.
Spezifische Ursachen für Kinderarmut sind laut Hilgers die demografische
Entwicklung, das Auseinanderrücken von Alt und Jung, Arm und Reich, Deutschen
und Nichtdeutschen innerhalb einer Stadt. Aber auch, dass Armut weiter vererbt
wird, die Zahl Alleinerziehender steigt sowie die Benachteiligung des
wachsenden Anteils an Migranten und der unzureichende
Familienleistungsausgleich für kinderreiche Familien.
Von der Politik fordert Hilgers Gerechtigkeit im Steuer- und Sozialsystem, eine
Kindergrundsicherung als Aufgabe des Bundes, Bildung als Hilfe zur Selbsthilfe
sowie integrative Hilfe für alle, ob arm oder reich, Deutsche und Migranten,
Behinderte und Gesunde (verantwortlich: die Länder), durch die Kommunen
organisierte individuelle Unterstützung und darüber hinaus, persönliche und
wirtschaftliche Hilfen aus einer Hand. Das Stichwort hier: vernetztes Arbeiten,
damit Zuständigkeiten nicht wie so häufig auf dem Verschiebebahnhof landen.
Eine weitere Ursache für Benachteiligung liegt nach Hilgers in der mangelnden
Sprachkompetenz. Hier soll gezielte Sprachförderung Abhilfe schaffen.
Kinder stellen ihre eingenen Anhänger für Ketten und Armbänder her
Einmal ein Schmuckstück aus Silber herstellen wie daqs geht, zeigte ein echter Geldschmied bei der Ferienpassaktion "Silbergießen" in Nordhorn
von Philip Aubreville
NORDHORN. „Ritsch-Ratsch-Ritsch-Ratsch“ macht
es, als Jano einen runden Anhänger zurecht schleift. „Da sind noch Knubbel, die
müssen weg“, erklärt der Zwölfjährige aus Bimolten. Er ist bereits zum dritten
Mal beim Silbergießen mit dem Goldschmied Peter Lucas dabei. Auch dieses Mal
gefällt es ihm gut. Beim Silbergießen schnitzen die Mädchen und Jungen erst
einmal ein Muster in einen Tintenfischknochen. „Das ist eine sehr einfache
Methode, die schon im Mittelalter verwendet wurde“, verrät Peter Lucas.
Ein solches Muster zu schnitzen, hat Hanna am besten
gefallen. „Die Form auszuhöhlen hat richtig viel Spaß gemacht. Es ist auch
einfach, denn der Knochen ist ganz weich“, sagt die Achtjährige. Sie hat ein
„H“ in den Knochen geschnitzt, denn damit fängt ihr Vorname an. Nach dem
Schnitzen wird flüssiges Silber in die Form gegossen. Das Silber wurde vorher
auf einem Gasbrenner so heiß gemacht, dass es geschmolzen ist.
Wenn das Silber dann abgekühlt ist, sieht es aus wie das
ausgehöhlte Muster. „Ich
habe ein Kleeblatt geschnitzt. Das soll mir Glück
bringen“, sagt Henrik. Jetzt muss er
sein Schmuckstück nur noch glatt schleifen, dann kann er
es mit einem Lederband als
Kette oder Armband tragen. „Das Beste ist, dass man die
Sachen behalten darf“, meint
der Achtjährige. Auch Jana freut sich über ihr neues
Schmuckstück. Sie hat einen Anhänger mit einem „Peace“-Zeichen gegossen.
„Eigentlich wollte ich eine Rose in den Knochen schnitzen, doch das war mir zu
schwer“, erzählt sie. Mit ihrem selbst gemachten Schmuck hat sie besondere
Pläne: „Ich trage die Kette erst einmal selbst und
schenke sie später meinen Enkeln.“ (Quelle: gn 27.07.2010)
Nordhorn, 13.07.2010 " Ohne Seepferdchen verlässt bei uns niemand das Becken"
Nordhorn13.07.2010„Ohne
Seepferdchen verlässt bei uns niemand das Becken“Kinderschutzbund organisiert mit der „Nordhorner Tafel“
Schwimmkursetk
Nordhorn. In Kooperation mit der „Nordhorner Tafel“ organisiert der
Kreisverband des Kinderschutzbundes „Seepferdchenkurse“ für Nordhorner
Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Seit April lernen 20 Kinder
zwischen fünf und zehn Jahren unter Anleitung erfahrener
Schwimmtrainerinnen des Waspo Nordhorn erste Schwimmzüge. Diese
Sicherheit sollte nach Ansicht des Kinderschutzbundes gerade in der
„Wasserstadt Nordhorn“ für alle Kinder ohne soziale Beeinträchtigungen
erreichbar sein. Der Kinderschutzbund finanziert die Teilnehmergebühren
in Höhe von 1200 Euro aus Spendengeldern einer Nordhorner Firma
Der Anteil der Kinder unter 14 Jahren, die nicht schwimmen können, nimmt
seit Jahren stetig zu – auch in der Grafschaft Bentheim. Um diesem
Trend entgegenzuwirken, ist der Kinderschutzbund mit dem Nordhorner
Wassersportverein in Kontakt getreten. „Die zentrale Nähe und ein
souveränes Kurssystem mit Schwimmtrainern, die teilweise über 30-jährige
Erfahrungen in den Schwimmkursen haben, waren die Entscheidungsgründe
für den Kontakt zum Waspo Nordhorn“, teilte der Kinderschutzbund mit.
Schwimmkurse werden in der Gerhart-Hauptmann-Realschule für Kinder
angeboten, deren Eltern Kunden der „Nordhorner Tafel“ sind. „Ohne
Seepferdchen verlässt bei uns niemand das Becken“, versicherte
Schwimmlehrerin Wilhelmine Kischa, die diese Kurse ehrenamtlich leitet.
Ein Kind braucht durchschnittlich 20 bis 30 Übungsstunden, um das
begehrte „Seepferdchen“ zu erhalten. Wichtig für Wilhelmine Kischa ist
es dabei jedoch, dass jedem Kind die Zeit gegeben wird, die es braucht:
„Anfängliche Ängste müssen überwunden und Erlerntes muss gefestigt
werden, um das Ziel, 25 Meter ohne Hilfsmittel zu schwimmen, zu
erreichen. Mit Geduld und Kontinuität wird diesem Ziel
entgegengefiebert.“
Nicht nur für das Kind stellt der sichtbare „Seepferdchen“-Aufnäher auf
der Schwimmkleidung, den jeder Absolvent bekommt, ein Erfolg dar: Den
Eltern bedeutet der Schwimmnachweis nach den Erfahrungen der Trainerin
ein Stück Sicherheit, das in vielen Situationen lebensrettend sein kann.
Grafschafter Nachrichten Journal 12.06.2010 Von Dagmar Thiel / Fotos von Werner Westdörp
„Ich
dachte immer, mir passiert schon nichts“ Wenn
Teenager Kinder kriegen, ändert sich ihr ganzes Leben – In der Gruppe
„Junge Mütter“ finden sie Hilfe - Mit 16 musste
Rebecca Goedereis ganz schnell erwachsen werden. Von einem Tag auf den
anderen änderte sich alles, als die Realschülerin feststellte: Ich bin
schwanger. Heute ist ihre Tochter Leonie-Nele 17 Monate alt und die
junge Mutter hat ihr Leben gut im Griff.
Eine große Hilfe sind für die mittlerweile 18-Jährige die Treffen der
Gruppe „Junge Mütter“, die der Kreisverband Grafschaft Bentheim des
Deutschen Kinderschutzbundes vor genau einem Jahr ins Leben gerufen hat.
„Junge Mütter haben andere Probleme und einen anderen Alltag als
Gleichaltrige. Sie sollen bei uns zusammenfinden“, sagt Sozialpädagogin
Nina Janke, die das Projekt leitet. Mittlerweile gibt es bereits zwei
Gruppen für Frauen von 16 bis 21 Jahren, in denen sich Schwangere,
Mütter und Interessierte austauschen und Beratungsangebote nutzen.
Finanziert wird das Angebot durch die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an
der Sonne“. Sie unterstützt das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt
rund 22500 Euro. Hiervon können Personalkosten, Informationsabende mit
Hebammen, Erste-Hilfe-Kurse oder gemeinsame Ausflüge bezahlt werden.
In der Grafschaft Bentheim gibt es zurzeit nur sieben minderjährige
Mütter. Allerdings werden nach Auskunft des Kreisjugendamts häufiger
Frauen mit 18 oder 19 Mutter. Da diese volljährig sind, tauchen sie in
der Statistik nicht mehr auf – die Probleme sind aber oft die gleichen.
„Bevor ich selbst schwanger geworden bin, kannte ich in Nordhorn gar
keine jungen Mütter. Durch diese Gruppe sind sogar Freundschaften
entstanden“, sagt Rebecca Goedereis. Ihre Geschichte erzählt die
18-Jährige ganz offen. Mit 16 wurde die damalige Realschülerin von ihrem
18 Jahre alten Freund schwanger, mit 17 kam Leonie-Nele. „Der Alltag
hat sich damit Schlag auf Schlag geändert“, erinnert sich Rebecca.
Vorher sei sie fast jeden Abend ausgegangen. Seit das Kind da ist, ist
damit Schluss. Dabei hat die junge Frau Glück, dass sie viel
Unterstützung von ihrer Familie bekommt. Sie wohnt noch Zuhause und vor
allem ihre Mutter ist eine große Hilfe. Schon bevor Leonie-Nele geboren
war, hatte sie einen Platz in der Kita. Von 7.30 bis 15 Uhr ist die
Kleine dort untergebracht, sodass ihre Mutter sich in dieser Zeit ganz
auf die Schule konzentrieren kann. Zurzeit macht Rebecca an den
Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen eine Ausbildung zur
Pflegeassistentin.
Damit junge Mütter in Schule und Beruf den Anschluss nicht verpassen,
brauchen sie Unterstützung. „Sie sind eine Randgruppe, vor allem der
Zusammenhalt der Familien ist für sie daher enorm wichtig“, sagt Anja
Jankowsky, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Grafschaft Bentheim.
Die Nähe zu den eigenen Eltern habe für die Teenager aber oft zwei
Seiten: Einerseits seien diese erleichtert und entlastet, andererseits
fühlten sie sich manchmal auch bevormundet, wenn die Erwachsenen sich
einmischen. Ihr Ziel, eine gute Mutter zu sein, und ihr Wille zur
Verantwortung bringe die Frauen oft an den Rand der Belastbarkeit. Das
liegt häufig auch daran, dass sie wenig bis gar keine Unterstützung vom
meist ebenfalls recht jungen Vater ihres Kindes erhalten.
Rebecca trennte sich vom Vater ihres Kindes neun Monate nach der Geburt.
„Wir sind heute aber beste Freunde“, sagt sie. Und der Vater habe guten
Kontakt zu Leonie-Nele. Alltagsgestaltung und Erziehung liegen aber bei
der Mutter. Die ist glücklich, dass vor allem in der schulischen
Ausbildung alles sehr gut läuft. „Jetzt mit Kind gehöre ich zu den
Besten in der Klasse“, sagt sie. Dabei hatte ihre Schullaufbahn durch
die Schwangerschaft einen erheblichen Knick bekommen. Weil sie den
Realschulabschluss nicht bestanden hatte, verließ Rebecca die Schule mit
Hauptschulabschluss. Und das lag nicht nur an ihren Leistungen.
Mit der Schwangerschaft bekam ich große Probleme in der Schule“, erzählt
sie. Als der Bauch in der 9. Klasse dicker wurde, fingen die Mitschüler
an, sie zu mobben. „Ich musste mir Sprüche anhören wie: ‚Hoffentlich
verreckt dein Kind oder wird behindert’“, zeigt sich Rebecca heute noch
schockiert über ihren Schulalltag. Verständnis für die junge Schwangere
hätten dagegen überraschenderweise vor allem ältere Leute gezeigt. Öfter
sei sie zum Beispiel im Supermarkt von Senioren angesprochen worden,
die sie ermutigt hätten, das Kind zu bekommen.
Allerdings zerbrachen mit der Schwangerschaft auch Freundschaften. „In
unserem Alter wollen alle Party machen und nicht ein Kleinkind betreuen.
Heute gehe ich auf den Spielplatz und die anderen in die Disko.“
Zufriedenheit zieht Rebecca daraus, dass sie ihr Leben so gut im Griff
hat: „Durch das Kind bin ich viel verantwortungsvoller geworden.
Außerdem weiß ich jetzt, dass ich nicht auf einen Mann angewiesen bin“,
sagt die junge Mutter. Die 18-Jährige möchte noch eine
Krankenschwesterausbildung machen und dann Hebamme werden. „Ich will
meinem Kind etwas bieten und für mich alleine sorgen können. Ich glaube
fest daran, dass ich das alles schaffe“, benennt sie ihr klares Ziel.
Kerstin Feiertag hat zwei Kinder: Laura, drei Jahre, und Lukas, vier
Monate. Tochter Laura bekam sie mit 19, kurz vor der Schwangerschaft
hatte sie ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin abgebrochen. „Das war
ein großer Fehler“, sagt die 22-Jährige heute. Drei Monate nachdem
Kerstin schwanger geworden war, trennte sie sich von ihrem sechs Jahre
älteren Freund. Auch sie lebte damals Zuhause und wurde von ihrer
Familie unterstützt. Erst als Laura gut ein Jahr alt war, kamen die
Eltern wieder zusammen – und haben heute mit Lukas ein weiteres
gemeinsames Kind. Allerdings lebt die kleine Familie von Hartz IV. „Und
damit kommen wir nicht über die Runden“, erzählt Kerstin. Ihr großes
Ziel ist es, nächstes Jahr im August endlich eine Ausbildung anzufangen.
„Ich möchte Geld verdienen und aus Hartz IV raus“, sagt sie.
Unterschätzt habe sie, wie teuer das Leben ist. „Es ist nicht einfach,
wenn man nur noch 50 Euro hat und den Rest des Monats damit auskommen
muss“.
Eine von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützte
Studie aus dem Jahr 2006 zeigte, dass geringe Bildung, Arbeitslosigkeit
und soziale Benachteiligung das Risiko von ungeplanten Schwangerschaften
deutlich erhöhen. Demnach haben Hauptschülerinnen ein fünfmal so hohes
Risiko unter 18 Jahren Mutter zu werden wie Gymnasiastinnen. Für die
Untersuchung wurden 1800 Schwangere unter 18 Jahren befragt. Im
internationalen Vergleich liegt die Zahl der Schwangerschaften deutscher
Teenager jedoch im unteren Bereich.
Die Studienergebnisse zeigen auch, dass frühe Schwangerschaften in
erster Linie auf einen falschen oder fehlenden Einsatz von
Verhütungsmitteln zurückzuführen sind. Über ein Drittel der schwangeren
Mädchen hat nach eigenen Angaben gar nicht oder lediglich unsicher
verhütet. Auch Kerstin und Rebecca sind schwanger geworden, weil sie
sich zu wenig Gedanken darüber gemacht haben, wann eine Antibabypille
nicht mehr wirkt. „Ich habe immer gedacht, mir passiert schon nichts“,
gibt Kerstin zu. Abtreibung kam für beide Frauen nicht infrage.
Bundesweit entscheidet sich etwa die Hälfte der Schwangeren unter 18
Jahren für einen Schwangerschaftsabbruch.
Würden die Mütter etwas anders machen, wenn sie die Zeit zurückdrehen
könnten? „Ich hätte mich in der Realschule von Anfang an mehr
angestrengt“, sagt Rebecca. Auch Kerstin ist mittlerweile bewusst, wie
wichtig Lernen ist. „Ich hätte auf jeden Fall meine Ausbildung nicht
abgebrochen. Manche Dinge muss man einfach durchziehen“, sagt sie heute.
Auf die Kinder möchte sie aber keinesfalls verzichten. „Allerdings wäre
vieles einfacher gewesen, hätte ich sie erst zwei Jahre später
bekommen.“ Beide können sich auf das Fazit einigen: Mutter zu sein ist
schön, aber auch anstrengend. Vermissen sie ihr altes Leben ohne Kinder?
Zumindest Kerstin kommt ins Nachdenken und sagt: „Einfach mal alleine
und in Ruhe in die Stadt zu gehen, das wäre schon schön.“
Die Gruppen „Junge Mütter“ treffen sich mittwochs von 16 bis 18 Uhr und
montags von 15.30 bis 17.30 Uhr beim Kinderschutzbund (Quelle: www.gn-online.de)
10000,- € von der Fa. D. Krings!
Weltkindertag 2009
Mit Unterstützung und herzlichen Dank an Frau Hindriks vom NiKo-Projekt konnten wir am 15.09.09 mit Schüler der Burgschule Trommeln aus Blech und Pappe basteln. Mit ihnen demonstrierten wir am Samstag,den 19.09.09 laut nach dem Motto: KINDERRECHTE IN DIE VERFASSUNG durch die Nordhorner Innenstadt.